18.3 – Tag der politischen Gefangenen Filmvorführung „Hunger“ in der Roten Flora

Im Rahmen des 18. März, dem „Tag der politischen Gefangenen“ zeigen wir Euch den Spielfilm „Hunger“. Mit diesem Film wollen wir keinen positiven Bezug auf die politischen Kämpfe der IRA und deren Inhalte nehmen, welche wir durchaus kritisch betrachten.

Wir wollen Zustände, die in vielen Knästen wiederzufinden sind, aufzeigen und im Besonderen den Hungerstreik als Form des Kampfes im Knast thematisieren.

Im Anschluss an die Filmvorführung wird es Raum für Austausch und Diskussion über Hungerstreik als Widerstandsform geben.

Zum Film:

1981 führte der IRA-Kämpfer Bobby Sands zusammen mit einigen Mitinsassen im Maze Gefängnis in Nordirland einen Hungerstreik gegen die alltägliche Gewalt im Knast, gegen den Machtmissbrauch seitens der Gefängnisleitung und den JVA-Beamt_innen. Ihr Ziel war die Erlangung des Status eines politischen Gefangenen und z.B. Zivilkleidung tragen zu können. Sands starb am 5. Mai 1981 als Erster an den Folgen des Hungerstreiks. In den folgenden Monaten starben noch weitere Gefangene, die sich an diesem Hungerstreik beteiligt haben. Die IRA-Häftlinge wurden nie offiziell als politische Gefangene anerkannt, dennoch erlaubte die Britische Regierung 5 Monate nach dem Tod von Bobby Sands den IRA-Gefangenen Zivilkleidung zu tragen.

Eintritt frei

abc – hooded crow und abc – orkan zu erreichen unter:
abc-hooded-crow@riseup.net und abc-orkan@riseup.net

Mitbring-Soli-Frühstück in Hamburg

UPDATE-INTERVIEW ZUM SOGENANNTEN TARNAC9-VERFAHREN

In dem Interview mit dem Solikomitee Tarnac geht es um die Entwicklungen des sogenannten Tarnac9-Verfahren’s.
Thema sind unter anderen die Verhaftung am 27.November 09, aktuelle Texte und Briefe von Betroffenen und eine kleine Einschätzung der Repression wie der gesellschaftlichen Situation in Frankreich durch das Solikomitee.

- anhören oder downloaden könnt Ihr das Interview hier…

Die Leidenschaft Für die Freiheit

Die Leidenschaft Für die Freiheit

Eine weitere Episode in den Chroniken der Repression ist mittlerweile allen wohl bekannt: Alfredo Bonanno (aus Italien) und Christos Stratigopoulos (aus Griechenland), zwei Anarchisten, die bereits einige Male von der Repression getroffen wurden, sind am 1. Oktober 2009 nach einem Überfall in Griechenland verhaftet und in der kleinen Stadt Amfissa ins Gefängnis gesteckt worden. Wir haben nicht die Absicht ihre Tat zu kommentieren, die nichtsdestotrotz unsere volle Sympathie hat, ebensowenig werden wir uns den Details bezüglich der Verhaftung der Gefährten widmen, die in Flyern und Communiqués bereits reichlich dargelegt wurden.

Im Gegenteil, wozu wir hier ein starkes Verlangen verspühren, ist allen Gefährten, die diese Zeilen lesen, in Erinnerung zu rufen, dass Christos und Alfredo noch immer in dem Konzentrationslager von Amfissa festgehalten werden, und dass es Zeit ist, mit einer grösseren Entschlossenheit darüber nachzudenken.

Jeder weiss nun über die Haftbedingungen in Amfissa bescheid. Kein lebendes Wesen sollte an einem solch höllischen Ort abgesetzt werden. Wir wollen darum ein für alle mal seine Zerstörung, ebenso wie die jedes Gefängnisses und jeder Haftanstalt dieser Welt, ein Verlangen, das wir und viele andere Gefährten immer wieder duch Worte und manchmal (wir befürchten viel zu wenig) durch Taten betont haben. Wir stimmen alle mit viel diskutierten Punkten überein, mit dem Angriff auf dieses Ausbeutungssystem, das Gefängnisse baut und jegliche Form von Rebellion unterdrückt, ebenso wie mit der vollständigen Zerstörung von allen Gefängnissen. Wir erkennen auch, das den gefangenen Gefährten Unterstützung und Solidarität gegeben werden sollte. Wir wollen all unsere Gefährten draussen sehen, gemeinsam mit jedem Rebell, der gegenwärtig in den Kerkern egal welchen Staates festgehalten wird. Unser eigenes Konzept für soziale Abrechung habend, sind wir gegen das Gefängnis, selbst für unsere Feinde.

In diesem Kontext wollen wir den spezifischen Fall von Alfredo betonen, dessen Alter und Gesundheitszustand – leider – auch ein Teil der Chronik geworden sind. Es ist ziemlich offensichtlich, dass seine weitere Haft unter den gegenwärtigen Bedignungen eine präzise politische Wahl ist, abgestützt vom Gesetz – wo die Macht zum höchsten Grad seiner Rache an einem anarchistischen Revolutionär gelangt, der stets ein eingeschworener Feind der Autorität in all ihren Formen war.

Es ist Zeit zu handeln, in Anbetracht von Alfredos Situation, die dabei ist äusserst ernsthaft zu werden, ebenso, wie zum denunzieren der weit verbreiteten barbarischen Verhältnisse, die trotz eines von tausenden Gefangenen unternommenen Hungerstreiks im vergangenen Jahr weiterhin in den griechischen Gefängnissen vorherrschen.

Solikonzerte und Gegeninformation können wichtige Initiativen sein. Verstreute Aktionen gegen die Symbole der Macht sind schöne Solidaritätsakte. Doch all dies bleibt isoliert in der Abwesenheit eines verbreiteten und permanenten Angriffs auf den Staat und das Kapital als Ganzes, was das Arbeiten an der Verbreitung des Kampfes beinhaltet, um die Ausgebeuteten innerhalb und ausserhalb der schändlichen Mauern zu involvieren. Dies ist ein notwendiger Weg, auf welchem spezifische Aktionen zu entwickeln sind, einschliesslich jener, die zu Ziel haben, die Gefährten und Individuen, die sich unter spezifischen Bedingungen in den Händen des Feindes befinden, nicht zu verlassen.

Lasst uns jetzt handeln, um den Kampf gegen alle Formen von Gefängnissen lebendig und wirksam zu erhalten, bis alle Gefangenen frei und alle Gefängnisse zerstört sind, vorallem die unsichtbaren Mauern, die die Geister und Körper in den alltäglichen Gewohnheiten und den bedingungslosen Zustimmungsritualen einschliessen.

Lasst uns den vom Staat zur Geisel genommenen Gefährten zeigen, das wir mit ihnen sind in dem lodernden Kampf für das Leben und die Würde, das die Leidenschaft für die Freiheit nicht bloss eine Parole ist, sondern eine fürchterliche Flut von Liebe und Zerstörung.

FEUER UND FLAMMEN DEN GEFÄNGNISSEN

Wer den beiden inhaftierten Schreiben will:

Alfredo Bonanno
Christos Stratigopoulos
Tzamala 27
33100 Amfissa
Griechenland

Geld zur unterstützung der Gefährten könnt ihr senden an:

Postkonto nr. 23852353,
gerichtet an: A. Medeot – C.P. 3431 – Trieste (Italien),
mit dem Text:
“sottoscrizione arresti in Grecia”

Hintergrundinformationen und Artikel (englisch):
http://www.aftertrikala.blogspot.com

Texte und Brochüren von Alfredo Bonanno (englisch):
http://pantagruel-provocatione.blogspot.com

Solidaritätsposter in verschiedenen Sprachen:
http://arobberyingreece.blogspot.com

ABC-Veranstaltung in Kiel

Antispe-Café am Mo, den 01.02.2010 ab 19Uhr
im Li(e)ber Anders, Iltisstar 34, Gaarden / Kiel

„Den Kampf fortsetzen!“

Das ABC-Orkan erzählt über Gefangenen-Unterstützung, revolutionäre Solidarität und Anti/Knast-Kämpfe.
Außerdem wird es Briefe/Karten schreiben an Gefangene geben.

Feuer den Knästen! Für die totale Freiheit!