Archiv für März 2009

Neuer Knastshop in Hamburg

Im Hamburger Karoviertel hat vor kurzem eine Filiale der „Jailwear“-Firma „Haeftling“ eröffnet. Er befindet sich in der Marktstraße 136 und ist eine von 2 Filialen, die andere befindet sich in Berlin.

„Haeftling“ ist eine 2003 gegründete Firma, die in fünf deutschen und in einem Knast in England Kleidung produzieren lässt, die „vom harten Knastalltag“ geprägt sei und so eben „etwas härter“ sei als andere Kleidung von „da draußen“. Die Firma brüstet sich damit, dass die Gefangenen die Kleidung selbst herstellen und auch vertreiben und somit „sinnvolle Arbeit“ geschaffen wird, die sich positiv auf den „Resozialisierungsprozess“ auswirken soll. Mit dem Motto „Be Good. Do Good.“ versteht sich „Haeftling“ als Teil des Knastsystems, das Menschen „resozialisieren“, also in diese Gesellschaft reintegrieren soll. Sie brüstet sich vor allem damit, sich gegen die Todesstrafe zu engagieren und wirbt auf ihrer Homepage mit dem Zitat „Den Stand der Zivilisation einer Gesellschaft erkennt man beim Blick in ihre Gefängnisse“ von Fjodor M. Dostojewski.
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Oops, he did it again! – Vassilis Paleokostas wieder ausgebrochen!

Ungewöhnlich, aber ab und an gibt es auch mal einen Jubelartikel. Denn wir haben leider nicht oft die Möglichkeit euch über Ausbrüche innerhalb des europäischen Raumes zu berichten. Diesmal ist es aber anders. Denn wie wir aus der bürgerlichen Presse erfahren durften, hat es Vassilis Paleokostas, einer der berühmtesten „Verbrecher” Griechenlands, schon wieder geschafft dem dummem griechischen Knastsystem einen Scherz zu spielen. Vassilis ist am 22.2.09 dank der Hilfe eines Hubschraubers aus dem Hochsicherheitsknast Korydallos in Athen, zusammen mit einen Mitgefangenen – Alket Rizai, entkommen. Und das nur einen Tag bevor sich beide vor einen Gericht für ihren letzten gemeinsamen Ausbruch per Hubschrauber vor drei Jahren hätte verantworten sollen. Vor drei Jahren wurde der Hubschrauber von Vassilis’s Bruder Nikos organisiert, diesmal laut Presse von einem unbekannten Paar, außerdem wurden von den Schließern auf den Hubschrauber geschossen, was mit einer Maschinengewehrsalve beantwortet wurde. Der Hubschrauber wurde später in der Umgebung von Athen aufgefunden. Von dort hatten sich die Entflohenen und die BefreierInnen mit dem Pkw aus dem Staub gemacht.
Über solch einen erfolgreichen Ausbruch kann mensch nicht viel sagen, als die Hände für die beiden zu klatschen und hoffen, dass sie weiter in Freiheit bleiben. Die lange Geschichte von Vassilis geben wir hier zum Teil wieder, sowie ein paar Sätze zur Gesamtsituation in Griechenland.
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