Internationale Kampagne für Joaquin Garces Villacampa

Verschiedene ABC-Zusammenschlüsse aus Spanien, sowie Individuen, rufen zu Protesten auf.

Joaquin Garces Villcampa ist ein anarchistischer Genosse, der im Moment vom spanischen Staat als Geisel gehalten wird. Er kam in den Knast aufgrund verschiedener Aneignungsaktionen, die er Ende der 70er Jahre unternommen hatte, um damit revolutionäre Kämpfe und Gruppen unterstützen zu können. Daraufhin wurde er zu über 35 Jahren Knast verurteilt, ab Mitte der 80er Jahre sitzt er die Strafe ab.
Im Jahr 1999 beteiligte er sich an der Protestwelle gegen die FIES-Abteilungen (spanische Isolationshaft). Nach vielen Protesten und Berufungen schaffte er es Knasturlaub zu bekommen. Diesen nutzte er im Mai 2003, um zu entfliehen.
Die nächste Gelegenheit, wo mensch seinen Namen wieder zu hören bekam, war im Zusammenhang mit der Verhaftung von sechs GenossInnen aus Barcelona im September 2003 (darunter Joaquin), die von der Guardia Civil durchgesetzt wurde. Sie wurden aufgrund verschiedener Aktionen verhaftet, die in Solidarität mit unterschiedlichen sozialen und politischen Kämpfen unternommen wurden. Konfrontiert wurden sie mit Anklagen aufgrund von Aktionen von Stadtterrorismus, Brandstiftungen, Sachbeschädigungen gegen Banken, Stromstationen, Autohändlern und eine Aktion in Solidarität mit den in Thessaloniki inhaftierten GenossInnen. Joaquin wurde zu siebeneinhalb Jahren verurteilt.
Sein Anwalt fand heraus, dass die Audiencia Provincial in Zaragoza im Jahr 1992 eine Revision der Strafe, die Mitte der 80er gegen ihn verhängt wurde, vollzog, die ein Ende der Haft für den 19. Juli 1997 vorsah. Dieses wurde ihm verschwiegen und er blieb fünf weitere Jahre in Haft, bis zu seinem Ausbruch 2003. Schließlich, trotz der Aussagen der Justizbehörden, die bestätigten, dass Joaquin fünf Jahre zu viel im Knast war, hält der spanische Staat ihn weiter als Geisel im Knast aufgrund seiner anarchistischen Ideen.
Joaquin beteiligte sich im März 2009 an einigen Tagen Hungerstreik in Solidarität mit dem Protest der italienischen Gefangenen und verweigert das Essen jeden Montag bis zu dem Zeitpunkt an dem er freigelassen sein wird. Er verzichtet auch auf jegliche medizinische Versorgung oder Hilfe des Knastapparates.
Deshalb laden wir euch ein, diesen Text massiv zu verbreiten, damit die Bekanntmachung gegen den spanischen Staat eine internationale Dimension erreicht.

Salud y libertad (Grüße und Freiheit)

ABC Madrid

Einige geplante Aktivitäten:

Freitag 5. Juni: Kundgebungen vor der PSOE (regierende sozialdemokratische Partei Spaniens) in verschiedenen Städten Spaniens, um für ein Ende der verdeckten lebenslänglichen Strafe zu protestieren.

Freitag 12. Juni: überall Kundgebungen vor Gerichtsgebäuden für die Freiheit von Joaquin und Amadeu Casellas.

Freitag 19 Juni: Kundgebung in Madrid vor den Sitz der Strafanstalt, sowie der Zentrale der PSOE , vor Botschaften in der ganzen Welt.

Samstag 27. Juni: Tag der weltweiten solidarischen Aktionen mit Joaquin, am besten vor spanischen Botschaften.

Sonntag 28. Juni: Tag der dezentralen Aktionen, unternehmt, was euch als am besten erscheint.

Samstag 4. Juli: Demonstration zum Knast Castillon, um Joaquin unsere Unterstützung zu zeigen.