Archiv für April 2010

Aktionstag gegen Knäste 19.06

Am 19. Juni 2010 soll es im deutschsprachigen Raum einen Aktionstag geben, welcher alle Formen der Einsperrung, Inhaftierung und des Wegsperrens und die Folgen davon (Isolation, Vereinzelung, usw.) thematisieren wird. Angesprochen fühlen sollen sich alle, die ihren Beitrag leisten wollen, nicht nur diejenigen, die eh schon gegen Knäste, Abschiebelager und die tagtäglich massiver auftretende soziale Kontrolle kämpfen. Das Ziel soll es sein das Thema und Einsperrung wieder in den Blickpunkt zu stellen, natürlich nicht ohne den Blick auf die Perspektive zu verlieren, die Perspektive nach einem anderen Leben, frei von Unterdrückung, Ausbeutung und frei von allen Herrschaftsformen.

---------------------------------------------------------------------

Knäste zu Baulücken! Schließer zu Gärtnern!
Aufruf zum Aktionstag gegen eine geknastete Gesellschaft

Weltweit sitzen Millionen Menschen hinter Gittern. Die meisten werden weggesperrt wegen Eigentumsdelikten (z.B. Diebstahl), aus politischen Gründen oder weil sie auf Grund ihrer Herkunft illegalisiert werden. Knast bedeutet körperliches und seelisches Ausgeliefert sein, einmal durch die Willkür der Wärter und die Übergriffe anderer Inhaftierter und zum anderen durch das bloße Weggesperrtsein. Den vollständigen Text findet Ihr hier…

AMADEU CASELLAS IST FREI !

Hallo,
wir haben eben auf der Seite von abc-Stockholm dieses Bild von Amadeu gefunden. Und das Lächeln dieses Menschen, der 24 Jahre hinter Gittern für die Freiheit kämpfte, hat uns berührt!

Amadeu-Libertad

Informationen zu Amadeu Casellas findet Ihr z.B. unter abc-berlin.net

HUNGERSTREIK IN ARGENTINISCHEN KNÄSTEN (Quelle Indymedia)

Hungerstreik in argentinischen KnästenAm 18. März 2010 initiierten Gefangene einer Einheit (Unidad 9) des Knasts La Plata in der Provinz Buenos Aires einen Hungerstreik.
Die Gefangenen waren dabei, Forderungen gegen Verhärtungen der Strafgesetzgebung zu formulieren. Um diesen Gehör zu verschaffen sollte am 21.März ein Hungerstreik begonnen werden. Nachdem jedoch vier Gefangene, die an der Formulierung der Forderungen beteiligt waren, am 18. März verlegt wurden, entschlossen sich die Gefangenen früher in Streik zu treten.
Im Laufe der letzten Wochen haben sich mehr als 1300 Gefangene aus 8 Knästen in der Provinz und Stadt Buenos Aires (La Plata, Melchor Romero, Campana, Olmos, Varela, Marcos Paz, Ezeiza, Devoto) dem Streik angeschlossen.
Insgesamt sitzen in den Knästen Buenos Aires‘ ungefähr 30 000 Personen.

Den Kompletten Text findet Ihr hier !

Interview zu den aktuellen Verhaftungen (10.04) in Griechenland

In Griechenland wurden am 10.04.10 sechs Menschen verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen teil der „terroristischen“ Organisation Revolutionärer Kampf zu sein. Im Zuge der Verhaftungen gab es mehrere Hausdurchsuchungen, Menschen sind abgetaucht und es gab unterschiedliche Solidaritätsbekundungen der linken- und anarchistischen Scene in Griechenland. Es gibt fast jeden Tag aktuelle Entwicklungen und Berichterstattung von vor Ort.

Ein Radio-interview von Knast & Justiz zur aktuellen Situation findet Ihr hier! oder unter der Radiorubrik dieses Blog’s.

Aktuelle informationen in schriftlicher Form könnt Ihr z.B. auf der Seite von abc-berlin (abc-berlin.net) finden.

Den direkten Link zum Artikel findet Ihr hier!

für mehr antinationale Solidarität !

Gedanken zum Antiknast Aktionstag am 19. Juni vom Autonomen Knastprojekt Köln

Für den 19.Juni ist ein Anti-Knast-Aktionstag für den „deutschsprachigen Raum“ vorgesehen. Vereinbart wurde dies bisher von Gruppen aus Berlin, Kiel, Hamburg, Dresden, Köln und Wien. Wir hoffen, dass es sich noch auf andere Orte ausweitet. Konkreter Themenschwerpunkt wird jeweils vor Ort gewählt und gestaltet. Unsere Idee ist es, eine Kundgebung in Essen vor der Firma Kötter zu machen. Diese ist groß im Geschäft, teilprivatisierte Knäste zu verwalten bzw. bewirtschaften. Die Landesregierung plant, ihr das Regiment zu übergeben für das im Bau befindliche erste solche Gefängnis in NRW (bei Düsseldorf = Ratingen). Wir sind nicht für staatliche Knäste, wissen aber auch, dass kapitalistisch organisierte Zwangsanstalten nicht besser sind. Manches spitzt sich noch zu. (Gefangene als Arbeiter und zahlende Kunden doppelt ausnutzen, noch weniger öffentliche Kontrolle). Der Knast- und Privatbullenfirma, mit der wir auch „draußen“ oft konfrontiert sind, sollten wir schnell zeigen, dass es nicht ihre „Privatsache“ ist, wie sie mit Gefangenen umgeht.. Eine NRW-weite Kundgebung bringen wir aber nur zustande, wenn sich Gruppen der sozialen Bewegungen aus Köln und anderswo an der Vorbereitung beteiligen. Ansonsten wird Aktion halt kleiner und lokaler. Gefangene sind eingeladen, sich mit einem „Redebeitrag“ (der leider nur von anderen verlesen werden kann) zu beteiligen.

Autonomes Knastprojekt (AKP) aus Köln
Text aus STRAFLOS Nr.2