Archiv für Februar 2011

Revolte im Abschiebeknast Brüssel

übernommen von indymedia.org:

Am 15. Februar wurde ein junger Ägypter im Abschiebeknast Steenokkerzeel von Beamten gefesselt und geschlagen. Er trägt sichtbare Verletzungen. „Sie haben mich gefangen und 4 Personen haben mich geschlagen. Damit du nie wieder nach Belgien kommst, haben sie zu mir gesagt. Sie haben mich festgehalten und gefesselt, an Händen und Füßen verletzt, ich habe Wunden am Kopf.“ Als Antwort auf den Vorfall sind einige der Insassen in Hungerstreik getreten.
“ Heute starten wir einen offenen Hungerstreik, um gegen die inhumanen Aktionen gegen einen jungen Gefangenen zu protestieren, dieser ist der Folter durch die Wärter ausgesetzt worden. Wir starten mit einem Hungerstreik, aber es gibt die Möglichkeit weiterer Aktionen.“
https://bxl.indymedia.org/articles/1081

Diesen Sonntag 20. Februar gab es eine Soli-Demo vor dem Abschiebeknast.
Die kleine Demonstration von ca. 50 Menschen kam, um ihre Solidarität mit den Hungerstreikenden Gefangenen auszudrücken. In direktem Sichtkontakt, getrennt durch 2 hohe Drahtzäune wird mit Tanspas, Rufen und Megafon der Kontakt zu den Gefangenen hergestellt., auch ein Kontakt-Telefon, auf das die Gefangenen anrufen können existiert. Die Gefangenen berichten von ihrer schlimmen Situation, von einem Hungerstreikenden, dessen Gesundheitszustand nach mehreren Tagen Durststreik kritisch ist, sie berichten von Schlägen seitens der Beamten.

Demonstrant_innen rütteln am Zaun, lautes Rufen, „solidarité, liberté“ „no border no nation“, Plakate mit „freedom for all“, „Menschenrecht in Gefahr“.
Nur wenige Meter trennen die Demonstrierenden drinnen und draußen. Aufgrund der Bauweise des Knastes in einer Mulde, befinden sich die Zellen im ersten Stock (der oberste Etage) beinahe in Augenhöfe mit der Demonstration draußen. Die Wut und Verzweiflung Migrant_innen ist zu spüren.

Auf einmal ist Lärm von innen, aus einer der Zellen zu hören und dann fliegen Schranktüren und andere Einrichtungsgegenstände durch die Gitterstäbe nach draußen! In anderen Zellen wird das Fenster eingeschlagen. In der äußersten Zelle kann man sehen wie Tücher und später auch Kopfkissen angezündet werden. Recht groß schlagen die Flammen durch das geöffnete aber vergitterte Fenster, dann quillt dicker Rauch nach draußen.weiterlesen

Über die aktuellen Festnahmen von Anarchist_innen in Frankreich

Und die Geschichten gehen immer weiter…
In Frankreich wurden in den letzten Wochen und Monaten einige Anarchist_innen unter Terrorismus-Vorwürfen festgenommen und inhaftiert. Alle von ihnen waren bereits in der Vergangenheit wegen ähnlicher Anklagen oder zumindest dem gleichen Konstrukt festgenommen worden.In Paris finden nun Aktionstage gegen die Repression und gegen die Ausbeutung und Unterdrückung der Migrant_innen statt denn einige der Festnahmen stehen in Zusammenhang mit der Solidarität mit den Inhaftierten des Abschiebeknastes Vincennes und andere mit Aktionen gegen Unterstützer_innen und Profiteur_innen dieser rassistischen Maschinerie.
Dieses Flugblatt soll ein Solidaritätsbeitrag zu den Aktionstagen sein und ein Ausdruck der Solidarität.
Flugblatt Frankreich<

Hier noch die Adressen von Dan und Olivier, sie sprechen englisch und französich:

Maison d’arrêt de la Santé

Daniel SAYAG

N° d’écrou : 293 350 

42,rue de la Santé 

75 674 Paris cedex 14
France

Maison d’arrêt de la Santé
Olivier Toussaint

N° d’écrou : 293 348 

42,rue de la Santé 

75 674 Paris cedex 14
France

Frankreich

Athen 27.Januar-Der Staat will die Hungerstreikenden umbringen

hier ein bericht zu den Kämpfen von Migrant_innen in Griechenland:

Athen 27.Januar-Der Staat will die Hungerstreikenden umbringen

Am Abend des 26.01. versammelte sich das Rektorat der Universität mit 4 NGOs, um über die Entfernung der hungerstreikenden MigrantInnen aus dem Gebäude der Jura-Fakultät und dem Asyl, das der Campus der Uni bietet, zu verhandeln. Um das Universitätsasyl in Griechenland zu brechen, muss dies vom Rektorat beschlossen werden und Gefahr für das menschliche Leben bestehen. Dies ist hier natürlich nicht der Fall, wobei keine Funktion der Universität behindert wird, da es sich um die Nutzung eines leerstehenden Gebäudes handelt, und nicht um eine Besetzung.

Der Vorschlag der Behörden war, die Hungerstreikenden in ein anderes Gebäude der Innenstadt Athens für eine Woche(!) zu transportieren, wobei sie von der Polizei bewacht werden und ihnen jeglicher Zugang zu den Leuten, die sich mit Ihnen solidarisieren, verboten wird!

Es wurde ihnen für den Umzug in das neue Gebäude eine Frist bis heute Morgen, den 27.01., gegeben und das mit den Bedingungen der Rektorats, der Polizei, sowie der Regierung. Die faschistischen Massenmedien übertragen in den letzten Tagen grässliche Kommentare gegen die Hungerstreikenden, indem sie von Vandalismus, Krankheitsgefahr und Störung der Funktion der Uni Rede machen. Sie bezwecken die Bildung einer öffentlichen Meinung, die sich gegen die Migranten wendet, indem sie den Kampf der Hungerstreikenden untergehen lassen und weiteren Skandalen der Regierung ignorieren.
weiterlesen