Solidarität mit den rebellischen Gefangenen!

Der Alltag hinter Gittern besteht aus Routine und Monotonie. Jegliche Energie, die eigene Situation oder die anderer zu hinterfragen, sich zu wehren, wird dir genommen. Was die Arbeit nicht erledigt übernimmt die Glotze. Doch auch hinter Gittern gibt es Rebellen_innen, die mehr vom Leben wollen, mit denen wir Ideen teilen und die sich, wie wir hier draußen, den Verhältnissen entgegen
stellen. Wer sich wehrt bekommt dies zu spüren: Schikane durch Postzensur, sowie Ausschluss und Isolation stehen auf der Tagesordnung.

So wie wir draußen Solidarität mit anderen Rebellen_innen zeigen und versuchen Repression gemeinsam entgegen zu stehen, müssen wir auch mit denen hinter Gittern kämpfen. Meist sind es Einzelne Individuen, die sich oft isoliert gegen ihre Haftumstände oder die von anderen wehren. Brechen wir die Isolation zwischen draußen und drinnen sowie zwischen denen hinter Gittern die vereinzelt kämpfen.

In den letzten Monaten haben wir von immer mehr Gefangenen und ihren alltäglichen Auflehnungen und oft auch den direkten Konsequenzen in Form von Repression gehört.

Einer von ihnen ist Andreas Krebs, der in der JVA in Amberg sitzt. Ende November wurde er nachdem ein Rollkommando seine Zelle und die von Mitgefangenen durchsucht hatte, in Arrest verlegt und isoliert. Er sollte sich für ein Handy, sowie weitere unerlaubte Gegenstände, die in seiner Zelle, sowie in weiteren Räumen die für ihn zugänglich gewesen sein sollen, gefunden wurden, verantworten. Er bekam 8 Tage Bunker sowie eine Einkaufssperre für den Dezember. Andreas ging für einige Tage in den Hungerstreik um sich gegen die Schikane zu wehren. Er wehrt sich außerdem gegen die Verlegung auf eine kontrolliertere Station.
Schreibt Andreas und brecht die Isolation. Tauscht euch mit ihm aus und unterstützt ihn in seinem Widerstand.

Andrea Krebs
c/o JVA
Werner von Siemensstraße 2
92224 Amberg

Ein weiterer ist Rudolf Leuchtmann, der in der JVA in Kaisheim sitzt. Er ist am 13.12. in den Hungerstreik gegen die Post-Zensur sowie gegen die Schikane, die der Knast und die bayrische Justiz gegen ihn fährt, getreten.
„Du weißt ja, wenn du dich wehrst bekommst du’s erst richtig zu spüren! Aber ich bin einer, der nie klein bei gibt!“ (Rudolf)
Er sitzt schon lange und ist drogenabhängig. Er hat außerdem schwer krank.
In Bayern ist es besonders hart wenn es um Zensur geht. Kritische Materialien wie z. B. Zeitungen und sonstiges Infomaterial kommt oft nicht rein. Schreibt Rudolf und brecht die Isolation. Tauscht euch mit ihm aus und unterstützt ihn in seinem Widerstand.

Rudolf Leuchtmann
JVA
Abteistr. 10
86687 Kaisheim


In der Zukunft werden wir von weiteren rebellischen Gefangenen und ihrer Situation berichten. Solltet ihr Neuigkeiten aus den Knästen haben, teilt sie uns bitte mit. Falls ihr noch Gefangene kennt, die sich mit ihrer Situation nicht zu frieden geben und Interesse an Briefkontakten mit rebellischen Leuten draußen oder an anti-autoritärem Infomaterial haben, schreibt uns und wir können sie auf die Gefangenen-Liste setzen.

Brechen wir die Isolation! Reißen wir die Mauern ein!
Freiheit für alle Gefangenen!

Solidaritäts-Werkstatt
Kontakt: soliwerkstatt@riseup.net