Gegen die Arbeit – Veranstaltungsreihe gegen die tägliche Beherrschung unserer Leben! April / Mai 2013, Hamburg


Arbeit beherrscht unser aller Leben und das auf verschiedensten
Ebenen. Fast keine Entscheidung wird heute getroffen, ohne dass nicht
am Ende die Arbeit das letzte Wort hat. Menschen ziehen für sie weg,
lassen Freunde und soziales Umfeld hinter sich. Menschen werden krank,
machen sich kaputt, für… ja für was oder wen eigentlich? Für die
Miete, mit der irgendwer reicher wird, für eine_n Arbeitgeber_in,
die_der reicher wird, für den Staat, der reicher wird. Wir verhökern
unsere Zeit, unsere Leben für Geld. Nicht nur durch die
Disziplinierung zur Arbeit, mit der wir sozialisiert werden und die
uns in Schule und Uni einverleibt wird, sondern auch durch einen hohen
Grad an Selbstunterwerfung, genährt durch sozialen Druck und Ängste,
funktionieren wir!
Uns ist bewusst, dass ein so mächtiges Herrschaftsinstrument wie
Arbeit nicht leicht zu bekämpfen ist, denn auf irgendeine Art und
Weise sind wir alle von ihr gefangen. Aber gerade in Zeiten, wo die
gesellschaftliche Individualisierung in Bezug auf Arbeit gerade zu
einer Verherrlichung von Arbeit geführt hat, ist es nötig dem Ganzen
etwas entgegen zu setzen.
Ob du prekär jobbst, dich arbeitslos mit den Repressalien der Behörden
rumschlägst oder Tag für Tag damit verbringst auf der Arbeit die Uhr
zu fixieren… wir werden alle um unsere Leben gebracht. Wir wollen
unsere Ablehnung offen kommunizieren und Ideen fernab von
Leistungszwang, Arbeitswahn und Fremdbestimmung entwickeln. Wo sich so
oft die Kritik nur auf die Verbesserung von Arbeitsbedingungen
beschränkt, wollen wir keine Verfeinerung der Unterdrückung, sondern
wollen diese zerstören.

Der anarchistische Abend, die anarchistische Bücherei und Freund_innen
machen im April und Mai eine Veranstaltungsreihe gegen Arbeit. An den
Abenden sollen die verschiedenen Facetten von Arbeit beleuchtet und
Ideen dagegen entwickelt werden. Ideen für Widerstand, Schärfen von
Kritik, gegen die Arbeit, gegen jede Herrschaft!
Für ein Leben in Freiheit!

Alle Veranstaltungen finden im LiZ – Libertäres Zentrum in der Karolinenstr. 21, U2 Messehallen in Hamburg statt

Nähere Infos dazu und Texte zu den Diskussionen findet ihr demnächst hier
und natürlich in der anarchistischen Bücherei im LiZ (Mi 18-21Uhr; Sa 16-21Uhr).

hier der Flyer mit allen Terminen: download

Veranstaltungstermine im April:

05.04. 19:30 Uhr – Auftakt-Abend zu anarchistischer Kritik an Arbeit

Wir wollen die einzelnen Abende der Reihe vorstellen, unseren Arbeitsbegriff
erklären und einen Einblick in anarchistische Ideen gegen Arbeit geben. Es
wird einen Infotisch und Kneipe geben.

12.04. 19:30 Uhr – Kino mit dem Film „Die Axt“ (122min / FR / 2005)

Ein Spielfilm, der den Wahnsinn der Arbeit und Arbeitslosigkeit
thematisiert. Als Bruno Davert nach 15 Jahren seinen Job in einer Papierfabrik
verliert, nehmen Konkurrenzdruck und Arbeitswahn bei seiner Suche nach einem
neuen Arbeitsplatz drastische Ausmaße an…

17.04. 19 Uhr – Diskussionsveranstaltung in der anarchistischen Bücherei
LASST UNS DIE ARBEIT ZERSTÖREN

Anhand verschiedener Texte wollen wir Positionen gegen die Arbeit
vorstellen und diskutieren. Positionen, die Wege aufzeigen fernab von
Reformen und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, fernab vom Kampf
gegen Arbeitslosigkeit und von Ideen zur Schaffung von „besseren“
Alternativen zur klassischen Lohnarbeit. Es sind Wege, die gezeichnet
sind von dem Willen die Arbeit ein für allemal zu zerstören, mit der
Perspektive sich von Herrschaft und Unterdrückung zu befreien.

1.Text:
http://andiewaisendesexistierenden.noblogs.org/post/2011/04/21/faltblatt-gegen-die-arbeit/

2.Text:
http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/hefte/Alfredo_Bonanno_-_Lasst_uns_die_Arbeit_zerstoeren.pdf

25.04. 19:30 Uhr – Ein Abend gegen die neuen Jugendberufsagenturen

Seit September 2012 sind die als deutschlandweites Pilotprojekt
gestarteten Institutionen in Hamburg Mitte und Harburg eröffnet. Ziel
ist es alle Jugendlichen schon ab der 8. Klasse zu erfassen und somit
sicher zu gehen,
dass niemand sich der Verwertungslogik entzieht. Neben Informationen zu
den Agenturen wollen wir über die Ausmaße und eventuelle Perspektiven von
Widerstand reden.

Die Termine im Mai folgen und sind in der Rubrik Gegen die Arbeit-Verantaltungsreihe zu finden.