Archiv für Mai 2013

Weissrussland: Stromleitungen nahe der Baustelle eines Atomkraftwerks sabotiert


In der Nacht des 30.04 auf den 01.05. 2013 wurden mehrere Strommasten auf dem Weg zur Baustelle des Belarus Atomkraftwerks abgesägt.

-Electric Love

Belgien – “Operation Asche”: Häuser von Mitstreiter_innen gerazzt und durchsucht


Brüssel – 22. Mai 2013, gegen 6 Uhr früh führten dutzende Polizeikräfte der Antiterrorabteilung der Bundesjustizpolizei eine Razzia in drei Wohnungen durch, wo neben anderen Leuten anarchistische und antiautoritäre GenossInnen leben. Die Bullen durchsuchten auch die anarchistische Bibliothek Acrata. Alle Anwesenden wurden festgenommen und in die Büros der Bundespolizei gebracht.

Die Anklagen lauten: Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation, Verschwörung und Brandstiftung. Der Einsatz heißt “Asche” (Opération Cendres) und wird von der ermittelnden Richterin Isabelle Panou geleitet, die wegen ihrer langjährigen Karriere im öffentlichen Dienst berüchtigt ist.

Die Polizei beschlagnahmte viele Dokumente, persönliche Sachen, Computer und alles was mit ihnen in Verbindung steht, GSM (Handys), Agitationsmaterial, etc. Im Laufe der Verhöre – bei denen alle die Zusammenarbeit verweigerten – wurde klar, dass die Untersuchung die Kämpfe, Revolten und Aktivitäten von 2008 bis heute abdeckt. Sie beinhaltet auch jene gegen Gefängnisse, den Bau einer neuen Jugendstrafanstalt in Steenokkerzeel, das Brüssler Verkehrsunternehmen (STIB/MIVB), die europäischen Institution und die Eurokraten, den Bau eines RER (“Regionales Express(bahn)netz”) in Brüssel, die NATO, die Abschiebemaschinerie, die Büttel und den Bau eines Maxigefängnisses in Brüssel. Auch Veröffentlichungen wie z. B. Hors-Service (Außer Betrieb) wurden ausgewählt und allgemeinere Texte, Plakate etc., die von AnarchistInnen und Antiautoritären verteilt wurden.

Gegen 13 Uhr wurden alle ohne richterliche Vorführung entlassen.

Im Angesicht von Terrorismusvorwürfen, ihrer massiven Einschüchterung und Schikane ist es entscheidend, dass wir uns nicht von unseren Ideen und Aktionen, die auf die Zerstörung jeglicher Autorität abzielen und der Freude dieses Kampfes abwenden.

Lasst uns unseren Kampf für Freiheit fortsetzen, um diese tödliche Welt, die unterdrückt und ausbeutet, zu Fall zu bringen.

Nichts ist vorbei, alles geht weiter
Greifen wir an, was uns unterdrückt

Brüssel, 23. Mai 2013

„Wir wollen kein Stück vom Kuchen, wir wollen die ganze Bäckerei… NIEDERBRENNEN!“


übernommen von linksunten.indymedia.org/de/node/87082 (dort auch als Flyer zum Ausdrucken)

Solidarität mit den Rebellierenden in Stockholm

Seit 5 Nächten gehen in und um Stockholm Menschen auf die Straßen, um ihren Unmut über die Ungerechtigkeiten des Systems und der daraus resultierenden Gesellschaft militant Ausdruck zu verleihen. Nach jahrelangen Schikanen durch Polizei, Schule, Kindergarten und sonstigen staatlichen Institutionen hat die Ermordung eines älteren Mannes durch die Polizei von Husby in der Vorstadt von Stockholm nun das Fass zum Überlaufen gebracht.

Wütende Menschen begeben sich nun Nacht für Nacht auf die Straßen und rebellieren gegen all das, was sie und ihre Leben unterdrückt und zu Nichte macht. So wurden in den letzten 5 Nächten in und um Stockholm 4 Bullenstationen, Kindergärten sowie Schulen angegriffen, sei es mit Feuer oder mit Steinen. Etwa 100 Autos wurden angezündet und Bullen mit Steinen beworfen.

Für uns sind das keine verzweifelten, kopflosen Krawalle, für uns sind es sehr gezielte Angriffe auf verschiedene Formen von Autorität! Autorität, die Menschen von klein auf in jede Art der Verwertbarkeit zwängt, vom Kindergarten bis zur Schule. Vom Aussehen über den Wohnort bis hin zum Job. Autorität, die immer wieder versucht jeden rebellischen Gedanken in eine systemkonformes Kostüm zu drücken. Jedoch hat dieses beschissene System nicht für jede_n Platz, egal wie gut das Kostüm sitzt. Und so verwundert uns nicht die nun losgetretene Diskussionen um fehlgeschlagene Integration, schlechte Bildung und schlechte Berufschancen der Menschen aus den Vororten. Doch diese Diskussionen sind nicht die unseren, denn wir können sowohl auf staatliche „Zuwendungen“ in Form von Überwachung und Polizei, als auch auf „Zuwendungen“ in Form von Integration, Bildung und Arbeit, die nichts anderes als soziale Befriedung bedeuten, gut und gerne verzichten.

Repression und Befriedung sind zwei Seiten derselben Medaille einer falschen Freiheit.

Das saubere Bild vom sozialen Schweden fängt an zu bröckeln! Endlich! In einem so befriedeten Land wie Schweden, in welchem selbst der DIY-Szene staatliches Geld zugesprochen wird, besetzte Häuser von der Stadt gekauft werden, nur um den „sozialen Frieden“ zu wahren und bloß keine Widerstände zu haben, bröckelt die Fassade und es kommt der ekelhafte staatliche Rassismus, die alltäglichen Schikanen und nun auch der unglaubliche heuchlerische mediale Diskurs über die sogenannte „urbane Unterschicht“ zu Tage!

Wir freuen uns über jeden rebellischen Akt, der dem System vor die Füße kotzt!
Denn auch wir sind gefangen in dem Käfig, der sich Demokratie schimpft!
Wir hassen diesen Staat und all seine Unterstützer_innen.

In Solidarität mit allen Aufständischen!

Wir wünschen all den Rebellierenden in Schweden nur das Beste und viel Kraft!

Für die Anarchie!
(Mai 2013)

Andreas Krebs seit dem 9. Mai erneut im Hungerstreik


Der rebellische Gefangene Andreas Krebs hat am 9. Mai erklärt, dass er in Hungerstreik tritt. Hier eine Kopie seines Briefes:

„Auf Grund der erneuten Anhalteverfügung meiner Post vom 08. Mai 2012 und der ständigen Schikanen mit vorgeschobenen Gründen, die ich selber nicht nachvollziehen kann, befinde ich mich aus Protest gegen diese Willkür, den ständigen Schikanen durch die Poststelle und dem Unterzeichnen der Anhalteverfügung, im Hungerstreik.
Eine Mitteilung an die Strafvollzugskammer in Verbindung mit drei Anträgen auf gerichtliche Entscheidung, sowie meinen Anwälten, ist ergangen.

gez. Krebs Andreas“

Am 08. 05 wurde die „Gefangenen Info“ sowie Gefangenen Post aus Hamburg für Andreas einbehalten. Andreas hat hiergegen einen Antrag an die Strafvollstreckungskammer auf gerichtliche Feststellung der Rechtwidrigkeit geschrieben und fordert die Beordung eines Rechtsanwaltes als Pflichtverteidigung und die Gewährung von Prozesskostenhilfe.
Die Postzensur für Gefangene, die von ihrer Situation und der Repression des Knastes berichten, ist der Verusch die Gefangenen zu isolieren und einzuschüchtern. Doch obwohl Andreas seit etlichen Jahren im Knast sitzt, verweigert er jede Zusammenarbeit mit dem Knast und lässt sich nicht brechen. Solidarisieren wir uns mit seiner Rebellion und überwinden die Mauern, die uns trennen!

Schreibt Andreas Krebs!
Solidarität mit allen rebellierenden Gefangenen!

Feuer den Knästen!

Adresse:

Andreas Krebs
c/o JVA
Werner von Siemensstr. 2
92224 Amberg