„Wir wollen kein Stück vom Kuchen, wir wollen die ganze Bäckerei… NIEDERBRENNEN!“


übernommen von linksunten.indymedia.org/de/node/87082 (dort auch als Flyer zum Ausdrucken)

Solidarität mit den Rebellierenden in Stockholm

Seit 5 Nächten gehen in und um Stockholm Menschen auf die Straßen, um ihren Unmut über die Ungerechtigkeiten des Systems und der daraus resultierenden Gesellschaft militant Ausdruck zu verleihen. Nach jahrelangen Schikanen durch Polizei, Schule, Kindergarten und sonstigen staatlichen Institutionen hat die Ermordung eines älteren Mannes durch die Polizei von Husby in der Vorstadt von Stockholm nun das Fass zum Überlaufen gebracht.

Wütende Menschen begeben sich nun Nacht für Nacht auf die Straßen und rebellieren gegen all das, was sie und ihre Leben unterdrückt und zu Nichte macht. So wurden in den letzten 5 Nächten in und um Stockholm 4 Bullenstationen, Kindergärten sowie Schulen angegriffen, sei es mit Feuer oder mit Steinen. Etwa 100 Autos wurden angezündet und Bullen mit Steinen beworfen.

Für uns sind das keine verzweifelten, kopflosen Krawalle, für uns sind es sehr gezielte Angriffe auf verschiedene Formen von Autorität! Autorität, die Menschen von klein auf in jede Art der Verwertbarkeit zwängt, vom Kindergarten bis zur Schule. Vom Aussehen über den Wohnort bis hin zum Job. Autorität, die immer wieder versucht jeden rebellischen Gedanken in eine systemkonformes Kostüm zu drücken. Jedoch hat dieses beschissene System nicht für jede_n Platz, egal wie gut das Kostüm sitzt. Und so verwundert uns nicht die nun losgetretene Diskussionen um fehlgeschlagene Integration, schlechte Bildung und schlechte Berufschancen der Menschen aus den Vororten. Doch diese Diskussionen sind nicht die unseren, denn wir können sowohl auf staatliche „Zuwendungen“ in Form von Überwachung und Polizei, als auch auf „Zuwendungen“ in Form von Integration, Bildung und Arbeit, die nichts anderes als soziale Befriedung bedeuten, gut und gerne verzichten.

Repression und Befriedung sind zwei Seiten derselben Medaille einer falschen Freiheit.

Das saubere Bild vom sozialen Schweden fängt an zu bröckeln! Endlich! In einem so befriedeten Land wie Schweden, in welchem selbst der DIY-Szene staatliches Geld zugesprochen wird, besetzte Häuser von der Stadt gekauft werden, nur um den „sozialen Frieden“ zu wahren und bloß keine Widerstände zu haben, bröckelt die Fassade und es kommt der ekelhafte staatliche Rassismus, die alltäglichen Schikanen und nun auch der unglaubliche heuchlerische mediale Diskurs über die sogenannte „urbane Unterschicht“ zu Tage!

Wir freuen uns über jeden rebellischen Akt, der dem System vor die Füße kotzt!
Denn auch wir sind gefangen in dem Käfig, der sich Demokratie schimpft!
Wir hassen diesen Staat und all seine Unterstützer_innen.

In Solidarität mit allen Aufständischen!

Wir wünschen all den Rebellierenden in Schweden nur das Beste und viel Kraft!

Für die Anarchie!
(Mai 2013)