Archiv für Dezember 2013

Gefangene Anarchist_in Monica Caballero erneut verlegt


Am 22. Dezember wurde die Mitstreiter_in Monica Caballero erneut verlegt. Dieses mal in den Knast von Estremera à celle de Brieva (Avila) (in der Nähe von Madrid).
Solidarität mit Mónica und Fran­cis­co! Freiheit für alle Gefangenen!

Chile: Anarchistischer Mitstreiter von Wachmann erschossen


Am Morgen des 11.Dezember wurde der anarchistische Mitstreiter Sebastián Oversluij Seguel in Pudahuel, einem Vorort von Santiago, bei einem versuchten Banküberfall erschoßen. Der private Wachschützer der Banco Estado tötete den 26 jährigen mit sechs Schüssen. In der Umgebung der Bank wurden die Anarchisten Alfonso Alvial und Hermes González als vermeintlich an dem Überfall Beteiligte festgenommen. Daraufhin wurden in Santiago mehrere Razzien von den Bullen durchgeführt.
Der Gruppe werden weitere Banküberfälle und politische Aktionen zur Last gelegt, weil zumindest Alfonso und Hermes bereits wegen Soliaktionen im Fall „Caso Bombas“ inhaftiert waren.
Erneut hat damit das kapitalistische System seine Wertemaßstäbe deutlich gemacht, ein Menschenleben ist nichts wert im Verhältnis zu einer Bank.
Die anarchistische Bewegung in Chile steht damit weiter unter starkem Repressionsdruck, auch die beiden kürzlich in Spanien verhafteten Mónica Caballero und Francisco Solar kommen aus Chile und waren dort vom „Caso Bombas“ betroffen. Chilenische Geheimdienstler sind dafür in Spanien im Einsatz.

Solidarität mit den beiden inhaftierten Mitstreitern Alfonso und Hermes!
Es lebe der Mitstreiter Sebastián Oversluij Seguel! Es lebe die Anarchie!

Grenzenlos! Solidarität mit den Geflüchteten! Solidarität mit den Schulstreikenden in Hamburg!


Hier ein Flugblatt das beim Schülerstreik in Solidarität mit den Geflüchteten in Hamburg verteilt wurde. Es beteiligten über 3000 Schüler_innen entgegen der Drohungen von Schulen, Behörden und Eltern. (weiter unten als pdf. zum ausdrucken und verteilen):

Am 12.12.13 streiken Schüler_innen in Hamburg. Sie kämpfen damit gegen die drohende Abschiebung der geflüchteten Migrant_innen der Lampedusa Gruppe. Am Tag des Streiks rufen die Schüler_innen dazu auf, nicht zum Untericht zu erscheinen und sich der Demonstration gegen die staatliche Politik der Ausgrenzung und rassistischen Kontrolle anzuschließen.

Auch wenn wir keine Schüler_innen (mehr) sind, fühlen wir uns mit der Aktion verbunden. Wir können uns gut daran erinnern wie schwer es fällt, im Rahmen des Schulalltags die eigenen Ideen in die Tat umzusetzen und finden, dass schon der Moment der Selbstorganisierung unter den Schüler_innen unsere Solidarität und Unterstützung verdient. Für Freund_innen, Mitschüler_innen und alle Betroffenen von Verfolgung zu kämpfen, ohne dass dieses Thema im Lehrplan vorgesehen ist, finden wir wichtig.

Bei dem Streik geht es um die Abschiebung von Menschen und somit auch um die Grenzen die in dieser Welt existieren. Das bestehende „Recht“ zu sagen wer Teil der Gesellschaft sein darf und wer das Land wieder zu verlassen hat wollen wir genau so wenig akzeptieren, wie das „Recht“ uns zu bestrafen und zu erziehen wenn wir das tun was wir für richtig halten. Wir wollen selbstbestimmt und frei leben und das geht nur ohne Grenzen, Gesetze, Papiere und all das, was die Autoritäten sich ausgedacht haben um die Kontrolle über unsere Leben zu behalten.

Dass den Schüler_innen mit Fehlstunden und den Konsequenzen gedroht wird zeigt uns nur, welche Rolle die Schule als staatliche Institution in dem Konflikt einnimmt. In diesem System, in dem nur akzeptiert wird, wer reibungslos funktioniert, bedeutet ein wilder Streik, sich zu verweigern. Für einen Moment und ohne um die Erlaubnis zu fragen, die Rolle die für uns vorgesehen ist zu verlassen und damit den reibungslosen Ablauf dieser Normalität, die täglichen Rassismus und Unterdrückung von Menschen bedeutet, zu unterbrechen.

Lasst euch nicht einschüchtern! Ihr seid stark wenn ihr euch mit euren Freund_innen zusammenschließt. Dazu braucht ihr keine Partei oder Organisation, die für euch redet wenn ihr eure Stimme erheben wollt.

Für selbstorganisierten Widerstand! Für die Verweigerung der rassistischen Normalität!
Gegen jede Autorität und Unterdrückung!

Flugblatt zum download

Silvester zum Knast 2013 – Berlin

Die Freiheit aller Menschen ist die Bedingung der eigenen Freiheit

Seit vielen Jahren gibt es in den letzten Abendstunden von Silvester in Berlin eine Demonstration zum Knast in Moabit, seit letztem Jahr wird außerdem auch der Frauenknast in Lichtenberg besucht. Damit soll den Inhaftierten in diesen Zwangsanstalten – stellvertretend für alle anderen Gefangenen – gezeigt werden, dass sie nicht allein und vergessen hinter den grauen Mauern weggesperrt sind.

Wir wollen ein Zeichen setzen und werden wieder einmal auf die Straßen gehen, um unsere Ablehnung gegen diese Institutionen zu zeigen. Die Funktionen der Gefängnisse reichen seit langem weit über ihre eigenen Mauern hinaus. Repressions- und soziale Kontrollmaßnahmen funktionieren auch als ewiger Angstzustand in dem Menschen durch Lähmung, Angst und Furcht nur noch gehorchen.

Daher gehen wir auf die Straße um zu zeigen, dass Gefangene nicht alleine sind. Um zu zeigen, dass es in dieser Stadt Menschen gibt, die sich nicht von der staatlichen Repression und der Kontrolle einschüchtern lassen wollen. Der Kapitalismus soll die heuchlerische Antwort gegen Armut sein, innerhalb dessen die Gefängnisse als die Lösung für Menschen da stehen, die nicht in diese Gesellschaft passen oder mit den Regeln dieser gebrochen haben. Gesetze sind nichts anderes als die von den Machthabenden auferlegten Regeln.

Was ist dies für eine Gesellschaft, wo Gewaltverhältnisse ausgeklammert oder nur in beschränkter Weise benannt werden? Abschottung vor Flüchtlingen, Gewalt in der Familie, Polizeigewalt, Knast, Arbeitszwang, Unterdrückung seitens der Bosse und der Sozialarbeiter_innen sind nur einige Formen von gesellschaftlich legitimierter Gewalt, teils in Gesetze gegossen, teils akzeptiert oder hingenommen.

Knäste sind die verlogene Antwort der Herrschenden auf die sozialen Probleme der Menschen, die in Armut oder als Ausgestoßene leben. Denn die Herrschenden sind so gut wie nie von Gefängnis betroffen.

Die Funktion der Gefängnisse ist auch Menschen davon zu überzeugen eine gewisse Lebensweise führen zu müssen, womit dieses System am Leben erhalten wird.

In einer libertären Gesellschaft wo das Leben auf der Basis freier Vereinbarungen aufgebaut wird; in der jede Gemeinschaft ihre eigenen Regeln (ohne Autorität) aufbaut, wo Menschen frei sind, ihre eigene Gemeinschaft aussuchen, in welcher der Staat nicht mehr existiert und daher dessen Repression nicht mehr zu rechtfertigen ist. Gefängnisse und jede Form von Haft könnten daher abgeschafft werden, weil ihre Funktion nicht mehr notwendig wäre. Eine befreite Gesellschaft gibt es nur ohne Knäste.

Für die Abschaffung jeder Form des Einsperrens!
Für die Abschaffung jeder Form von Macht, Unterdrückung und Lohnarbeit!

Dienstag – 31.12.2013 – U-Bhf Samariterstrasse – 15:30 Uhr
Demo zum Frauenknast Berlin-Lichtenberg

Dienstag – 31.12.2013 – S-Bhf Bellevue – 22:45 Uhr
Demo zum U-Haft-Knast Moabit

mehr Infos: silvesterzumknast.nostate.net

Neue internationale anarchistische Zeitung Avalanche


Die erste Ausgabe der neuen internationalen anarchistischen Zeitung Avalanche ist erschienen.
Sie wird immer in französisch und englisch erscheinen und Beiträge zu aktuellen anarchistischen Kämpfen weltweit enthalten.
Ihr findet die erste Ausgabe hier zum downloaden

weitere Infos: http://avalanche.noblogs.org