Solidarität mit den 5 verfolgten und gefangenen Anarchist_innen von Barcelona


In Berlin sowie in Hamburg und vielen anderen Orten der Welt gab es bereits Solidaritätsaktionen:

Am Abend des 05.12. trafen sich einige Menschen im Schanzenviertel in Hamburg um ihre Solidarität mit den 5 Anarchist_innen zu zeigen, die am 13. November 2013 in Barcelona festgenommen wurden. Es gab Transparente in Solidarität und ein Flugblatt wurde verteilt und verlesen außerdem wurden ein paar Poraolen gerufen und etwas Feuerwerk gezündet. Hier der Text des Flugblattes(weiter unten das Flugblatt zum ausdrucken und weiterverteilen):

Solidarität mit den 5 verfolgten und gefangenen Anarchist_innen von Barcelona!
Freiheit für Mónica und Francisco! Freiheit für alle!

Am 13. November 2013 drangen die Bullen in Barcelona in eine Wohnung ein; fünf Anarchist_innen (aus Chile, Argentinien und Italien) wurden festgenommen und wegen Aktionen gegen Kathedralen angeklagt, und zu Terrorist_innen erklärt. Unter den Beschuldigten befinden sich auch Mónica Caballero und Francisco Solar, Anarchist_innen aus Chile, die in jüngster Vergangenheit wegen des „Caso Bombas/Bomben Falls“, eines riesigen Justizfiaskos des chilenischen Staates, verfolgt und eingesperrt wurden. Die beiden wurden 2012 in allen Anklagepunkten freigesprochen.

Der Richter in Madrid ordnete nun Untersuchungshaft für Mónica Caballero und Francisco Solar und die vorläufige Entlassung für Rocío Yune, Valeria Giacomoni und Gerardo Formoso an. Das Ganze ist begleitet von einer widerlichen Welle von Hetze der Medien, die sich auf die Tatsache stürtzen, das es sich bei den Beschuldigten nicht um „Spanier_innen“ handelt.

Wir wollen uns solidarisch mit allen Beschuldigten zeigen und ihnen zur Seite stehen. Außerdem wollen wir Mónica und Francisco durch die Mauern grüßen, sie sind unsere Mitstreiter_innen und wir verteidigen sie gegen die Medien- und die Polizeikampagnen, die von chilenischen wie spanischen Staat durchgeführt werden. Weil alle Staaten Terroristen und alle Gefängnisse Zentren der Zerstörung sind. Revolutionäre Solidarität über alle Grenzen hinweg!

Die einzige Kirche die er leuchtet , ist eine brennende !
(Buenaventura Durruti- spanischer Anarchist 1896-1936 )

Die 5 Anarchist_innen sind wegen Aktionen gegen Kathedralen beschuldigt. Anfang 2013 gab es eine Aktion gegen die Almudena Kathedrale in Madrid. Am 2. Oktober 2013 führte wieder die anarchistische Gruppe „Aufständisches Kommando Mateo Morral“ eine Aktion gegen das berühmte Kirchenmonument, die Basílica del Pilar in Saragossa, Spanien, durch. Diese Kathedrale ist einer der wichtigsten Tempel für die Herrschenden und stellt eines der Hauptsymbole und Treffpunkte für den Faschismus dar.

Und heute noch sind die Basilika Symbole der Monarchie und und Herrschaft der Kirche! Orte die Teil einer offensichtlichen faschistischen Kontinuität auch nach dem Franquismus, als absolut akzeptierter Teil der Demokratie sind.
Als Anarchist_innen ist die Religion sowie die Kirche als Institution, die Hand in Hand mit Unterdrückung und Staat geht, grundsätzlich abzulehnen, da sie autoritäre, patriarchale Werkzeuge der Herrschaft sind.

Kein Gott, Kein Staat!
Keine Autorität,
keine Unterdrückung!

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[Berlin] Solidarität mit den 5 Festgenommenen in Barcelona/Spanien
Mehrere compañer@s hängten heute ein Transparent an den Berliner Dom. Dabei wurde zur Solidarität mit den 5 Anarchist_innen aus Barcelona aufgerufen, die am 13.11.2013 in Spanien festgenommen wurden. Sie werden des Terrorismus und eines Anschlages auf ein faschistisches Kirchenmonument, der Basílica del Pilar in Saragossa in Spanien, beschuldigt. Ausser den Bildern zur Aktion gibt es hierzu zusätzlich einen übersetzten Text, der bei der Aktion auch als Flyer verteilt wurde.

„REFLEXIONEN ÜBER DIE FESTNAHMEN DER 5 ANARCHIST_INNEN IN BARCELONA

Am 13. November ereignete sich die Festnahme von 5 Anarchist_innen in Barcelona. Nachdem sie nach Madrid gebracht wurden und aufgrund des Terrorismus-Vorwurfes 5 Tage in Isolationshaft und Kommunikationssperre verbrachten, sind 3 von ihnen (Gerardo, Yune y Valeria) nun auf Bewährung draussen und 2 (Francisco y Mónica) in Untersuchungshaft.

Den 5 wird ‚Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung‘ und ‚versuchte und vollendete Sachbeschädigung‘ vorgeworfen. Wir wissen nicht viel, aufgrund der Undurchsichtigkeiten des Ermittlungsverfahrens, aber das Verhalten der Medien, Polizei und Staatsanwaltschaft weisen viele Ähnlichkeiten zu dem fingierten Fall Marini in Italien auf. Das heisst, die Erfindung einer ‚Organisation‘ und die Zuschreibung von Vorhaben, die in keinster Weise etwas mit einer anarchistischen Koordination zu tun haben.

Bis unter die Zähne bewaffnete Spezialeinsatzkommandos; Sprengstoffexpert_innen, die keine Sprengsätze fanden sondern nur Streichhölzer; eine Brigade von Zivilpolizei, welche nicht wussten was sie suchen und alles über Sonnenbrillen bis zu Plakaten einer anarchstischen Buchmesse als Beweise heranziehen; mehrere Polizeigruppen, die die Zone abriegelten und die Festgenommenen kontrollierten.

Die Presse allgemein und speziell die Tageszeitschrift El País, hatten dabei eine inquisitorische Rolle. Sie verbreiteten seit der ersten Stunde Fotos der Gesichter der Festgenommenen mit kompletten Angaben zu Namen, Alter und Nationalität (bevor es noch überhaupt eine Untersuchung gab). Dabei wird ganz besonders die ‚ausländische Herkunft‘ von allen betont.

Das nationale, spanische Gericht und sein Anti-Terror-Gesetz versuchen Lähmung und Isolierung zu kreieren. Aber seit dem ersten Moment organisieren sich Genoss_innen und Freund_innen der Inhaftierten um sich ihnen in diesen Momenten solidarisch zu zeigen.

Diese Situation macht eine Sache offensichtlich: der Anarchismus ist kein Spiel und der Staat weiss das. Die Terrorismus-Anschuldigungen hängen über unseren Köpfen, sowie über derjenigen die den angeblichen ’sozialen Frieden‘ trotzen oder untergraben.

Solidarität mit den von Repression Betroffenen, speziell den Inhaftierten!

hier ein Video der Aktion:

Berlin: Angriff in solidarität mit den 5 anarchist*innen in spanien

Wir haben in der nacht vom 25.11 auf den 26.11 die santander bank auf der frankfurter allee berlin angegriffen. Die aktion richtet solidarische grüße an die 5 anachist_innen die in spanien gerade in verdacht stehen eine kirche angegriffen zu haben.

Wir haben uns die santander bank ausgesucht, weil sie eine der größeren banken von spanien ist und weil die santander bank ein großer profiteur von den gafangenen in spaniens knästen ist. So wird alles geld von den gefangene von ihr vewaltet und das natürlich zu besonders beschissenen konditionen.

Ein weitere grund für die wahl dieser bank liegt darin begründet, dass santander fleissig in den knastbau in lateinamerika investiert.

Wir sehen diesen angriff als einen frühen beitrag zu der aktionswoche vom 16.- 21.12. 2013

desweiteren schicken wir eine herzliche umarmung an die 5 menschen in spanien und an alle anderen die ihre rebellische haltung im alltag nicht aufgeben werden.

freiheit für alle

(A)