Archiv der Kategorie 'Allgemein'
Die neue Ausgabe des Antiknastinfos Entfesselt ist erschienen und kann entweder als pdf-Datei heruntergeladen werden oder beim ABC (Anarchist Black Cross) in Berlin (mail@abc-berlin.net) oder in Hamburg (abc-orkan@riseup.net) bestellt werden. Sie liegt aber auch in Kürze in vielen Infoläden, Zentren und anderen Orten des Widerstandes aus.
Hier die Datei: download
Hier einige Infos von aktuellem widerstand in deutschen Knästen. Solidarität mit selbstorganisiertem Widerstand! Die Revolte aus den Köpfen in die Knäste und auf die Straßen!
Hungerstreik in Bayern
Der Gefangene Anarchist Thomas Meyer-Falk hat in einem Text über die Geschehnisse in Bayern berichtet:
Wie die Presse Ende Januar berichtete, findet in der JVA Würzburg ein Hungerstreik von Gefangenen gegen die inakzeptablen Haftbedingungen statt, insbesondere auch für diejenigen, welche die Justiz zu den sogenannten „Russlanddeutschen“ zählt.
Laut Presseberichten hatte am 23.01.2012 eine größere Zahl von Inhaftierten, berichtet wurde von 125, mit einem Hungerstreik begonnen. Angesichts von circa 600 Gefangenen eine erhebliche Anzahl, fast ein Viertel!
Unter anderem kämpfen sie für substantielle Verbesserungen ihrer Lebensbedingungen; das fängt bei scheinbaren Kleinigkeiten wie angemessene Ausstattung der Anstaltsbetten an, geht über die an den Zellengittern noch zusätzlich montierten Fliegengitter, diese erschweren den Lichteinfall, den Blick aus der Zelle und auch den Luftaustausch), eine abwechslungsreichere Lektüre während des Arrestes (bei Verstößen innerhalb der JVA kann die Anstaltsleitung bis zu 4 Wochen „Arrest“, zu verbringen in einer kahlen Zelle, anordnen. Bislang darf man lediglich die Bibel – oder den Koran – als Lektüre mit in die Arrestzelle nehmen) und offenbar auch eine Beendigung der Diskriminierung der Gruppe der „Russlanddeutschen“ Gefangenen.
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Pit Scherzel der Interessenvertretung Inhaftierter im Hungerstreik, Werner Braeuner beteiligt sich in Solidarität
Gegen die Repression die er als Vorstand der Interessenvertretung Inhaftierter, einer Selbstorganisierung von Gefangenen gegen Haftbedingungen und gegen Rechtsbrüche, erfährt, ist Peter (Pit) Scherzel in den Hungerstreik getreten. Wir konnten erfahren das der Gefangene Werner Braeuner aus der jva sehnde sich dem Hungerstreik solidarisch angeschlossen hat.
Wir stimmen nicht mit allem über ein was die Iv. I. sagt und tut aber wir sind solidarisch mit dem Widerstand und der Selbstorganisierung gegen die eigene Situation, gegen das Einsperren und die Knäste.
Hier die Erklärung zum Hungerstreik von Pit:
http://www.ivi-info.de/pdfs/2012-01-29%20Info%20Hungerstreik.pdf
Iv.I.
Postfach 1267,
56451 Westerburg
Infos auf: www.ivi-info.de
Die Adresse von Werner Braeuner:
Werner Braeuner
JVA Sehnde
Schnedebruch 8
31319 Sehnde
Der Gefangene Anarchist Marco Camenisch ist seit dem 20.01.12 bis zum 29.01.12 gegen das WEF (Ein Wirtschafts- Militär Treffen, das einmal im Jahr in der Schweiz stattfindet und gegen das es Widerstand gibt Infos) im Hungerstreik. Dem haben sich die Gefangenen Silvia Guerini (Hungerstreik, Hindelbank) und Luca
„Billy“ Bernasconi (Verweigerung von Arbeit und Mahlzeiten, Regensdorf) angeschlossen.
Hier die Hungerstreikserklärung von Marco:
Vom 20-29.01.2012 ergreife ich mit einem Hungerstreik die Initiative als solidarische Teilnahme an unserem Kampf gegen das WEF in Davos, wo sich die höchsten der grössenwahnsinningen und gierigen Heuchler, Ausbeuter, Unterdrücker und Zerstörer aus Staat, Kapital und Lakaien wieder einmal in dreister und wohl beschützter Prasserei zur „Rettung“ ihres technoindustriellen Systems treffen, das in der unumkehrbaren globalen Krise steckt.weiterlesen
Solidarisiert euch mit den Gefangenen und schreibt ihnen:
Marco Camenisch,
PF 45,
CH-5600 Lenzburg
Schweiz
Luca Bernasconi
c/o
PF 3143
8105 Regensdorf (ZH)
Schweiz
Silvia Guerini
c/o
Anstalten Hindelbank
PF 45
3324 Hindelbank
Schweiz
von http://radiochiflado.blogsport.de
Im Dezember 1905 wird ein Bombenanschlag auf das Cafe Libman in Odessa verübt, es gibt viele Verletzte. Eine anarchokommunistische Gruppe, die „Chernoe Znamia“ (Schwarze Fahne) bekennt sich zu dem Anschlag.
Chernoe Znamia war eine Gruppe von Student*innen, Arbeiterinnen und Arbeitern, einigen Handwerkern, vereinzelt Bauern und Arbeitslose. Diese vorwiegend jüdischen Anarchist*innen waren zwischen 19 und 20 Jahre jung, und einige der aktivsten gerade 15, 16 Jahre geworden.
„Wir anerkennen einzelne Expropriationen, um Geld für unsere revolutionären Aktionen zu erwerben. Wenn wir das Geld bekommen, töten wir die Person nicht, die wir enteignen. Aber das bedeutet nicht, dass er, der Eigentümer, uns bestochen hat. Nein! Wir werden ihn in den verschiedenen Cafés, Restaurants, Theatern, Bällen, Konzerten und ähnliches finden. Tod dem Bourgeois! Immer, wo auch immer er sein wird, wird er durch eine Bombe oder die Kugel eines Anarchisten eingeholt“
Das Ziel, die totale Zerstörung des Kapitalismus und des Staates. In ihrer Zeitschrift „Anarkhiia“ Proklamationen und Manifestationen gegen die bestehende Gesellschaft und Aufforderung ihrer sofortigen Vernichtung.weiterlesen