
„Auf Grund der erneuten Anhalteverfügung meiner Post vom 08. Mai 2012 und der ständigen Schikanen mit vorgeschobenen Gründen, die ich selber nicht nachvollziehen kann, befinde ich mich aus Protest gegen diese Willkür, den ständigen Schikanen durch die Poststelle und dem Unterzeichnen der Anhalteverfügung, im Hungerstreik.
Eine Mitteilung an die Strafvollzugskammer in Verbindung mit drei Anträgen auf gerichtliche Entscheidung, sowie meinen Anwälten, ist ergangen.
gez. Krebs Andreas“
Am 08. 05 wurde die „Gefangenen Info“ sowie Gefangenen Post aus Hamburg für Andreas einbehalten. Andreas hat hiergegen einen Antrag an die Strafvollstreckungskammer auf gerichtliche Feststellung der Rechtwidrigkeit geschrieben und fordert die Beordung eines Rechtsanwaltes als Pflichtverteidigung und die Gewährung von Prozesskostenhilfe.
Die Postzensur für Gefangene, die von ihrer Situation und der Repression des Knastes berichten, ist der Verusch die Gefangenen zu isolieren und einzuschüchtern. Doch obwohl Andreas seit etlichen Jahren im Knast sitzt, verweigert er jede Zusammenarbeit mit dem Knast und lässt sich nicht brechen. Solidarisieren wir uns mit seiner Rebellion und überwinden die Mauern, die uns trennen!
Schreibt Andreas Krebs!
Solidarität mit allen rebellierenden Gefangenen!
Feuer den Knästen!
Adresse:
Andreas Krebs
c/o JVA
Werner von Siemensstr. 2
92224 Amberg

Die Beugehaft kann bis Ende des Prozesses andauern, maximal aber sechs Monate. Sibylle hatte die Aussage als Zeugin konsequent verweigert, und bereits eine Geldstrafe zahlen müssen. Für die jetzt eingetretene Situstion ihrer Inhasftierungch hat sie eine Stellungnahme vorbereitet, die wir hier veröffentlichen.
Stellungnahme von Sibylle
Vor 30 Jahren wurde ich vom Frankfurter Oberlandesgericht allein aufgrund von Aussagen meines damaligen Verlobten Hermann Feiling verurteilt, die nicht nur ich damals für nicht verwertbar hielt.
Hermann war im Juni 78 bei einer Explosion in seiner Wohnung schwer verletzt worden, nachdem ein Sprengsatz für das Argentinische Konsulat in München – es war 1978 und Fußballweltmeisterschaft in der damaligen Diktatur Argentinien – vorzeitig explodiert war. Keine 24 Stunden, nachdem er in einer Operation beide Augen verloren hatte und die Beine bis kurz unter dem Becken amputiert worden waren, begannen die Vernehmungen durch Staatsanwaltschaft und Polizei. Das ging so weiter bis in den Oktober 1978 hinein, wofür man Hermann noch in einer Polizeikaserne (!) „unterbrachte“ – alles ganz ohne Haftbefehl.
In einem Artikel im „Spiegel“ hieß es dazu am 24.11.80: „Mit welchen Mitteln Kriminalbeamte und Staatsanwälte die Anklagebasis erzwungen haben, dass und warum der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts überhaupt verhandelt, markiert einen Tiefpunkt bundesdeutscher Rechtspflege.“
Es gab viele damals, die derselben Auffassung waren und wir haben während des Prozesses 1980-1982 große Solidarität erfahren.
Nichtsdestotrotz wurde ich aufgrund dieser Aussagen verurteilt. Über dreißig Jahre lang lebe ich nun mit Hermann und meinem jetzigen Mann und meiner Familie in Wohngemeinschaft und es gelang uns, das Leben wieder in ruhigere Bahnen zu kriegen und zu stabilisieren, obwohl für Hermann zu der Bürde des Verlusts des Augenlichts und der Beine noch die Gefährdung durch schwerste epileptische Anfälle kommt.
Diese immer lauernde Anfallsgefahr war auch der Grund dafür, 30 Jahre lang nicht mit ihm über seine Vernehmungen und Aussagen im Jahr 1978 zu sprechen. Ich habe das sein lassen, damit keine Gesundheitsgefährdung entsteht, da ich Anfälle bei ihm erlebt habe, die so schwer waren und in Serie kamen, dass sie unmittelbar lebensbedrohlich waren.
Mir wird jetzt in dem laufenden Prozess als Zeugin das Recht zu schweigen nicht zugestanden. Wenn ich das als juristischer Laie richtig verstanden habe, dann soll eine eventuelle Nichtverwertbarkeit von Hermanns Aussagen nur ein Verfahrensfehler des früheren Prozesses gewesen sein, der mit meiner heutigen Aussagepflicht nichts zu tun habe. Das verstehe ich nicht. Dieser mögliche Verfahrensfehler war der Dreh- und Angelpunkt des Urteils gegen mich. Und mehr noch: Es ging um eine schwere Menschenrechtsverletzung, die heute einen Gang zum Europäischen Gerichtshof nahelegen würde.
Es war nicht meine Entscheidung und schon gar nicht die von Hermann, die Vorgänge von vor 34 Jahren wieder hervorzuholen. Aber wenn das Frankfurter Landgericht es jetzt so entschieden hat, dann muss auch und vor allem der Umgang von Polizei und Justiz mit Hermann im Jahre 1978 Gegenstand des gegenwärtigen Prozesses sein. Dies ist der Kern meiner „Gesinnung“ – die Staatsanwaltschaft bezeichnete mich als „Gesinnungstäterin“ – und meiner Haltung zu diesem Prozess.
Meine Entscheidung zu schweigen, entspringt nicht Lust und Laune, wie die Vorsitzende Richterin mir vorhielt. Ich habe sie mir reiflich überlegt, insbesondere auch, weil die schwerwiegenden Konsequenzen nicht nur mich betreffen, sondern natürlich meine Familie und die Wohngemeinschaft mit Hermann mit. Und darüber entscheidet das Gericht – und nicht ich.
Ich habe für mich entschieden, in diesem Prozess keine weiteren Aussagen zu machen.
Sibylle S.
aktuelle Infos zum Verfahren: http://www.verdammtlangquer.org
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Aus dem Aufruf:
(…)
Solidarität mit den selbstorganisierten Kämpfen
In Folge der Dezember Revolte 2008 haben sich selbstorganisierte Kämpfe in Griechenland weiter verbreitet und entwickelt. Neben lokalen Strukturen, wie autonomen Stadtteil-Versammlungen und Tausch und Umsonst-Initiativen, gibt es auch viele spezifische Kämpfe, wie zum Beispiel aktuell der Widerstand gegen Goldmienen in Chalkidiki. Viele haben das Schauspiel der Politik durchblickt und ihr den Rücken gekehrt, denn sie geben nichts mehr auf ihre leeren Phrasen und Versprechungen.
Allgemein ist eine hohe Präsenz herrschaftsfeindlicher Ideen auf der Straße zu sehen. Auch der aktive Angriff auf den Staat und die Herrschaftsstrukturen hat sich verschärft. Heftige Zusammenstöße mit den Bullen, sowie eine Vielzahl militanter Angriffe sind kontinuierlich. Aber auch die Repression hat sich verstärkt. Die aktuellen Angriffe auf die Infrastruktur der Bewegungen in Form von Räumungen der besetzten Häuser und Zentren sind dabei die neuste Entwicklung. Im Zuge der Räumung der Villa Amalias im Dezember 2012 sind ua. auch 2 Genoss_innen aus Kiel festgenommen worden. Der daraus entstandene Solidaritätskreis besteht weiter und ist auch Teil der Initiative dieser Demonstration.
Aktuell sitzen über 25 Menschen mehrjährige Haftstrafen für ihre Kämpfe ab. Es laufen außerdem noch unzählige Verfahren und Ermittlungen, unter anderem gegen die Mitglieder, sowie Beschuldigte, der Stadtguerilla Organisationen “Revolutionärer Kampf” und “Verschwörung der Feuerzellen”. Trotz der schwierigen sozialen Situation und kontinuierlicher Repressionsschläge, die die Lage für viele Kämpfende schwierig gemacht haben, wird der Kampf gegen Staat, Kapitalismus und jegliche Autorität fortgesetzt.
Wenn wir nach Griechenland blicken und die Menschen auf der Straße sehen, ihre Worte hören und lesen, sind es die Ideen gegen jede Herrschaft, das Verlangen nach einem selbstbestimmten Leben in Freiheit, mit dem wir uns verbunden fühlen und das auch hier unser Antrieb, unsere Perspektive ist.
Keine Politik und kein Staat kann uns aus der Misere der unterdrückerischen Normalität retten. Wir wollen unsere aktive Solidarität demonstrieren und gleichzeitig hier die Monotonie durchbrechen und zusammen für die Freiheit kämpfen.
Überregionale Demonstration
27.04.2013
15 Uhr Hamburg
Achidi-John-Platz Rote Flora
aktuelle Infos: http://revoltedemohh.noblogs.org/
Kommt alle!
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Der anarchistische Abend, die anarchistische Bücherei und Freund_innen
machen im April und Mai eine Veranstaltungsreihe gegen Arbeit. An den
Abenden sollen die verschiedenen Facetten von Arbeit beleuchtet und
Ideen dagegen entwickelt werden. Ideen für Widerstand, Schärfen von
Kritik, gegen die Arbeit, gegen jede Herrschaft!
Für ein Leben in Freiheit!
Alle Veranstaltungen finden im LiZ – Libertäres Zentrum in der Karolinenstr. 21, U2 Messehallen in Hamburg statt
Nähere Infos dazu und Texte zu den Diskussionen findet ihr demnächst hier
und natürlich in der anarchistischen Bücherei im LiZ (Mi 18-21Uhr; Sa 16-21Uhr).
hier der Flyer mit allen Terminen: download
Veranstaltungstermine im April:
05.04. 19:30 Uhr – Auftakt-Abend zu anarchistischer Kritik an Arbeit
Wir wollen die einzelnen Abende der Reihe vorstellen, unseren Arbeitsbegriff
erklären und einen Einblick in anarchistische Ideen gegen Arbeit geben. Es
wird einen Infotisch und Kneipe geben.
12.04. 19:30 Uhr – Kino mit dem Film „Die Axt“ (122min / FR / 2005)
Ein Spielfilm, der den Wahnsinn der Arbeit und Arbeitslosigkeit
thematisiert. Als Bruno Davert nach 15 Jahren seinen Job in einer Papierfabrik
verliert, nehmen Konkurrenzdruck und Arbeitswahn bei seiner Suche nach einem
neuen Arbeitsplatz drastische Ausmaße an…
17.04. 19 Uhr – Diskussionsveranstaltung in der anarchistischen Bücherei
LASST UNS DIE ARBEIT ZERSTÖREN
Anhand verschiedener Texte wollen wir Positionen gegen die Arbeit
vorstellen und diskutieren. Positionen, die Wege aufzeigen fernab von
Reformen und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, fernab vom Kampf
gegen Arbeitslosigkeit und von Ideen zur Schaffung von „besseren“
Alternativen zur klassischen Lohnarbeit. Es sind Wege, die gezeichnet
sind von dem Willen die Arbeit ein für allemal zu zerstören, mit der
Perspektive sich von Herrschaft und Unterdrückung zu befreien.
1.Text:
http://andiewaisendesexistierenden.noblogs.org/post/2011/04/21/faltblatt-gegen-die-arbeit/
2.Text:
http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/hefte/Alfredo_Bonanno_-_Lasst_uns_die_Arbeit_zerstoeren.pdf
25.04. 19:30 Uhr – Ein Abend gegen die neuen Jugendberufsagenturen
Seit September 2012 sind die als deutschlandweites Pilotprojekt
gestarteten Institutionen in Hamburg Mitte und Harburg eröffnet. Ziel
ist es alle Jugendlichen schon ab der 8. Klasse zu erfassen und somit
sicher zu gehen,
dass niemand sich der Verwertungslogik entzieht. Neben Informationen zu
den Agenturen wollen wir über die Ausmaße und eventuelle Perspektiven von
Widerstand reden.
Die Termine im Mai folgen und sind in der Rubrik Gegen die Arbeit-Verantaltungsreihe zu finden.
]]>Die beiden Schwestern, 20 und 21 Jahre alt, sind seit 2 Jahren in U-Haft in La Plata (Argentinien), da sie sich gegen einen Vergewaltiger verteidigten. Am 19. Februar 2011 bedrohte ein Nachbar der Frauen, Juan Legizamon, Ailén mit einer Feuerwaffe und versuchte, sie zu vergewaltigen. Marina nahm ein Küchenmesser und attakierte den Mann, um ihre Schwester zu befreien.
Der Täter verbrachte nur einige Tage im Krankenhaus und lebt dank seiner “Verbindungen” (unter anderem zur Polizei) weiterhin auf freiem Fuß. Die beiden Schwestern hingegen sollen wegen versuchten Totschlags verurteilt werden (bis zu 9 Jahren Gefängnis). Wenn sie zugeben würden, dass sie ihn töten wollten, dann würden sie „nur“ 5 – 7 Jahre bekommen. Weiterhin erlitten Marina und Ailen seither im Gefängnis unzählige Male körperliche und psychische Misshandlungen.
Nach über 2 Jahren in U-Haft ist im Moment ist die Prozessphase. Sie warten aktuell auf den Urteilsspruch, der am 9. April diesen Jahres sein wird. Die Anwälte der beiden (einen bezahlten und 3 freiwillige Anwälte sozialer Organisationen, die sich in der letzten Zeit eingebracht haben, als der Fall bereits mehr publik wurde)fordern Freispruch. DieStaatsanwältschaft bzw. die Anwälte von Juan Legizamón (der Kerl, der die beiden bedroht hatte und Ailén sexuell missbrauchen wollte) fordern zwischen 3 und 5 Jahren Freiheitsstrafe. 3 Jahre währen für schwere (lebensgefährliche??) Körperverletzung und 5 für versuchten Totschlags. Während der Prozesstage (18., 19. und 26. März) wurde deutlich, dass Legizamón lügt, weil er sich in Widersprüche verzettelte. Da es ein offener Prozess war, konnten Unterstürzer_innen von Ailén und Marina diesen recht gut verfolgen. Außerdem waren während dieser Tage eine Menge Leute draußen vor dem Gerichtsgebäude und forderten die sofortige Freiheit der Schwestern. Während des 18. und 19. März wurde außerdem auf dem Platz direkt vorm Gerichtsgebäude gecampt (waren in etwa 50 Personen am campen; tagsüberwaren es mehr, etwa bis zu 200 am ersten Prozesstag, danach etwas weniger).
Nach dem Gesetz müssten Marina und Ailén inzwischen schon längst zumindest in Hausarrest sein, da die U-Haft im Gefängnis in Argentinien nicht länger als 2 Jahre dauern darf. Der Hausarrest wurde ihnen aber am 26. März erneut ohne wirkliche Begründung verweigert.
Wir hoffen also inständig, dass die beiden ab dem 9. April draußen sind.
Zeigen wir uns solidarisch mit Ihrer Entscheidung, sich eigenmächtig gewehrt zu haben und schicken wir Ihnen Mut und Kraft, um den Schikanen und faulen Deals des Staates zu trotzen.
Ihr könnt ihnen schreiben. Die beiden sprechen Castellano (Spanisch).
Marina Jara y Ailén Jara
Carcel de mujeres,
Unidad No 8
Calle 149 y 70
(CP 1900) Los Hornos – La Plata
Provincia Buenos Aires
Argentina
Mehr Infos und Kontakt mit Unterstürtzer_innen vor Ort : arcoiris@lavabit.com
Einige Eindrücke der Solidarität beim Prozess:

Gegen jeden Militarismus! Gegen jede Autorität!
Schreibt den Totalverweigerern:
Topi Louko
Vehnämyllynkatu 4
33560 Tampere
Finland
Jaakko Jekunen
Suomenlinnan vankila
Suomenlinna C 86
00190 Helsinki
Finland

Mike contact: soutien25mai“chez“riseup.net
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